Blog & Marketing Insights
Mai 30, 2026
Marketing-Grundlagen
Wenn mich jemand fragt, woher der Name Endurance Marketing kommt, freue ich mich jedes Mal über die Frage. Denn dahinter steckt nicht einfach nur ein Markenname. Dahinter steckt eine Geschichte, die viel über mich, meine Arbeitsweise und meine Sicht auf Marketing erzählt.
Bei mir beginnt diese Geschichte mit einem Podcast.

Ich höre gerne Podcasts beim Laufen oder auf dem Rad. Gerade bei langen Einheiten brauche ich etwas, das mich gedanklich begleitet, ohne dass ich ständig anhalten oder aktiv folgen muss. Irgendwann bin ich auf den australischen Podcast „Do Go On“ gestoßen. Drei Australier nehmen sich in jeder Folge ein Thema vor und erzählen es mit viel Humor, aber auch mit erstaunlicher Tiefe.
Eine dieser Folgen handelte von der Endurance-Expedition. Es ging um den britischen Polarforscher Ernest Shackleton, der 1914 mit 27 Männern in die Antarktis aufbrach. Sein Ziel war es, den Kontinent erstmals zu Fuß zu durchqueren. Sein Schiff hieß Endurance. Der Name ging auf das Familienmotto seiner Vorfahren zurück: „Fortitudine Vincimus“. Übersetzt bedeutet das: „Durch Ausdauer siegen wir.“
Wer die Geschichte kennt, weiß, dass Shackleton sein eigentliches Ziel nie erreicht hat. Sein Schiff fror im Packeis fest, wurde nach Monaten vom Eis zerquetscht und sank. Was danach passierte, ist eine der beeindruckendsten Rettungsgeschichten überhaupt. Über viele Monate führte Shackleton seine Männer durch Eis, Kälte, Unsicherheit und völlige Isolation. Später segelte er mit fünf Männern in einem kleinen Rettungsboot rund 1.300 Kilometer über eines der gefährlichsten Meere der Welt, um Hilfe zu holen.
Am Ende überlebten alle 28 Männer. Niemand kam ums Leben.
Was mich an dieser Geschichte so beeindruckt hat, war nicht nur das Abenteuer. Mich hat vor allem fasziniert, wie Shackleton seine Leute durch diese Situation gebracht hat. Er blieb ruhig, obwohl die Lage fast aussichtslos war. Er traf pragmatische Entscheidungen, statt sich in großen Gesten zu verlieren. Er priorisierte das, was gerade wirklich wichtig war. Und er versprach nichts, was er nicht halten konnte.
Diese Haltung ist mir im Kopf geblieben.
Im Frühjahr 2025 war für mich klar, dass ich mein eigenes Ding machen möchte. Nach Stationen in einer kleinen Affiliate-Marketing-Agentur in Bochum und später in einer größeren Agentur in Chemnitz hatte ich eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie ich arbeiten will.
Ich wollte Beratung anders machen, als ich sie in der Agenturwelt oft erlebt habe. Ehrlicher. Direkter. Persönlicher. Ohne Standardpakete, ohne wechselnde Ansprechpartner und ohne das Gefühl, dass Kunden durch einen Prozess geschoben werden, der eigentlich gar nicht richtig zu ihnen passt.
Was mir noch fehlte, war ein Name.
Ich habe nicht lange gesucht. Als ich über mögliche Namen nachgedacht habe, war der Gedanke an die Endurance sofort wieder da. Das Motto „By Endurance We Conquer“ kannte ich aus dem Podcast und es fühlte sich direkt richtig an.
Im Nachhinein war das eine der einfachsten Entscheidungen im ganzen Gründungsprozess. Über Logo, Webseite, Farben und Tonalität habe ich lange nachgedacht aber der Name war nach wenigen Minuten klar.
Dass mich dieses Wort so angesprochen hat, kommt nicht von ungefähr. Ausdauersport ist seit Jahren ein wichtiger Teil meines Lebens. Seit 2019 fahre ich Rennrad, seit 2021 mache ich Triathlon. Mein erstes Rennen war der Muldental-Triathlon in Grimma. Was damals als sportlicher Versuch begonnen hat, ist mit der Zeit zu etwas Größerem geworden.
Im Juli 2023 habe ich mich für den Challenge Roth 2024 angemeldet. Eine Langdistanz besteht aus 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und 42 Kilometern Laufen. Für viele ist Roth einer der schönsten Triathlons der Welt. Gleichzeitig ist es ein Rennen, vor dem man großen Respekt haben sollte.
2024 konnte ich dann doch nicht starten. Eine Gürtelrose kurz vor dem Wettkampf hat mich gezwungen, meinen Startplatz zu verschieben. Das war hart. Monate an Training lagen hinter mir. Darunter auch viele Einheiten bei schlechtem Wetter, im Regen oder in der Kälte. Alles war auf diesen einen Tag ausgerichtet. Und dann fand dieser Tag für mich nicht statt.
Ich habe trotzdem weitertrainiert. 2025 stand ich dann am Start in Roth.
Was ich aus diesen zwei Jahren mitgenommen habe, beschreibt ziemlich genau, was Endurance für mich bedeutet. Es geht nicht nur um den großen Moment am Ende. Es geht um die vielen kleinen Einheiten davor. Es geht um die Tage, an denen man keine Lust hat und trotzdem rausgeht. Es geht um Rückschläge, die zwangsläufig kommen. Und es geht darum, danach nicht alles infrage zu stellen, sondern weiterzumachen.
Der Zieleinlauf in Roth war ein Moment, den ich nicht so schnell vergessen werde. Nicht wegen der Zeit auf der Uhr, sondern weil ich wusste, was diesem Moment alles vorausgegangen ist.

Ich arbeite seit 2018 im Online-Marketing. In dieser Zeit habe ich SEO gemacht, Google Ads betreut, Content-Strategien entwickelt, Affiliate-Projekte begleitet, Webseiten relaunched und Conversion-Optimierung umgesetzt. Ich habe gesehen, was funktioniert. Ich habe aber auch gesehen, was nicht funktioniert.
Ich habe Kunden erlebt, die enttäuscht waren, weil ihre Maßnahmen nach wenigen Wochen noch keine Ergebnisse gebracht haben. Ich habe Agenturen erlebt, die Standardpakete verkauft haben, ohne sich wirklich mit der Situation des Kunden zu beschäftigen und ich habe immer wieder gesehen, dass viele Unternehmen nicht an fehlendem Willen scheitern, sondern an fehlender Klarheit.
Mit den Jahren ist mir immer bewusster geworden, dass Online-Marketing nach ähnlichen Regeln funktioniert wie Ausdauersport.
Man bekommt raus, was man über längere Zeit konsequent reinsteckt. Wer nicht trainiert, wird keinen Triathlon finishen. Wer nicht regelmäßig an seiner Sichtbarkeit arbeitet, keine Inhalte aufbaut, keine Anzeigen optimiert und seine Website nicht weiterentwickelt, wird online nur schwer sichtbar werden.
Natürlich kann man kurzfristig einzelne Erfolge erzielen. Aber ein funktionierendes Marketing-System entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme. Es entsteht durch viele richtige Entscheidungen, die über einen längeren Zeitraum konsequent umgesetzt werden.
Gerade die Anfangsphase ist oft die schwierigste. Im Sport fühlen sich die ersten Wochen manchmal zäh an. Man sieht noch wenig Fortschritt, obwohl man viel investiert. Im Marketing ist es ähnlich. Die ersten Monate wirken oft unspektakulär. SEO braucht Zeit. Anzeigen müssen getestet werden. Inhalte müssen aufgebaut werden. Eine Website muss Vertrauen schaffen, bevor sie regelmäßig Anfragen bringt.
Wer in dieser Phase zu früh aufgibt, wird nie erfahren, was möglich gewesen wäre.
Genau diese Erkenntnis hat mich dazu gebracht, meinen eigenen Weg zu gehen. In meiner Beratung bin ich direkter Ansprechpartner, Stratege und Umsetzer in einer Person. Ich plane nicht nur, sondern setze auch selbst um. Es gibt keine Übergabe an ein Junior-Team und keine zusätzliche Account-Manager-Schicht dazwischen.
Ich kann eine Keyword-Strategie entwickeln, eine Google-Ads-Kampagne aufsetzen, eine WordPress-Seite bauen oder die grundsätzliche Marketingausrichtung sortieren. Diese Mischung aus Beratung und Umsetzung ist vielleicht nicht der klassische Agenturweg. Aber genau darin liegt für viele kleine Unternehmen der Vorteil.
Manche nennen das eierlegende Wollmilchsau. Ich kann mit dem Begriff ganz gut leben, weil er ziemlich ehrlich beschreibt, was ich tue.
Endurance Marketing ist nicht für jeden. Wer in vier Wochen die Welt erobern will, ist bei mir wahrscheinlich falsch. Wer jemanden sucht, der große Versprechen macht und schöne Marketingbegriffe verkauft, ohne sie mit konkreter Arbeit zu füllen, ebenfalls.
Richtig aufgehoben bei mir sind kleine Unternehmen und Selbstständige, vor allem aus Chemnitz und Sachsen, die online sichtbarer werden möchten, weil sie auf neue Kunden angewiesen sind. Menschen, die ihre Website nicht nur als digitale Visitenkarte sehen. Menschen, die wissen, dass Marketing kein Sprint ist, aber gerade nicht genau wissen, welchen ersten Schritt sie gehen sollen.
Genau dabei helfe ich. Ich schaue von außen auf die Situation, sortiere die Möglichkeiten und priorisiere die Maßnahmen, die wirklich einen Hebel haben. Daraus entsteht ein Plan, der zum Unternehmen passt. Nicht zu irgendeiner Idealvorstellung aus dem Lehrbuch, sondern zu den vorhandenen Ressourcen, zum Markt, zum Budget und zu den realistischen Zielen.
Mir ist wichtig, dass Marketing umsetzbar bleibt. Eine Strategie bringt nichts, wenn sie am Alltag des Unternehmens vorbeigeht. Deshalb arbeite ich lieber mit klaren nächsten Schritten als mit überladenen Konzepten, die am Ende niemand nutzt.
Wenn ich mit Interessenten spreche, höre ich oft den gleichen Gedanken: Für gutes Online-Marketing braucht man doch riesige Budgets.
Meine Antwort darauf ist ziemlich klar: Nein, nicht zwingend.
Was es braucht, ist ein Konzept, das zur jeweiligen Situation passt. Dazu kommt die Bereitschaft, dranzubleiben. Ich habe kleine Budgets gesehen, die gute Ergebnisse gebracht haben, weil sie sinnvoll eingesetzt wurden. Und ich habe große Budgets gesehen, die fast wirkungslos geblieben sind, weil Strategie, Angebot und Umsetzung nicht zusammengepasst haben.
Budget allein löst kein Marketingproblem. Entscheidend ist die Frage, wo der größte Hebel liegt. Manchmal ist das SEO. Manchmal Google Ads. Manchmal die Website. Manchmal ein besseres Google Business Profil. Und manchmal ist der erste Schritt einfach, die eigene Positionierung klarer zu formulieren.
Wenn diese Priorisierung stimmt, kann man auch mit überschaubaren Mitteln erstaunlich weit kommen.
Wenn du gerade frustriert bist, weil dein Marketing nicht so funktioniert, wie du es dir vorgestellt hast, bist du nicht allein. Das geht vielen kleinen Unternehmen so. Es bedeutet auch nicht, dass mit deinem Angebot oder deinem Unternehmen etwas nicht stimmt.
Oft fehlt nicht der Wille. Und oft fehlt auch nicht einmal der Aufwand. Was meistens fehlt, ist ein klarer Blick von außen. Jemand, der sortiert, was wirklich wichtig ist. Jemand, der ehrlich sagt, welche Maßnahmen gerade Sinn ergeben und welche nicht. Jemand, der einen Plan entwickelt, der zu deiner Situation passt. Und jemand, der auch dann dranbleibt, wenn die ersten Wochen sich noch nicht nach Erfolg anfühlen.
So ähnlich hat es Shackleton gemacht, als er seine Crew gerettet hat. Er hatte kein Patentrezept und keinen perfekten Plan für jede Situation. Was er hatte, war ein klarer Blick auf die Lage, eine ehrliche Einschätzung der Möglichkeiten und die Disziplin, einen Schritt nach dem anderen zu gehen.
Genau diese Haltung steckt für mich in Endurance Marketing.

Ich bin Dominic Lindner, Gründer von Endurance Marketing. Ich unterstütze kleine Unternehmen und Selbstständige dabei, online besser gefunden zu werden und aus ihrer Website einen echten Vertriebskanal zu machen. In diesem Blog teile ich regelmäßig meine Erfahrungen mit dir.
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